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Bogenschie├čen f├╝r  Einsteiger - eine kostenlose Anleitung, leicht verst├Ąndlich

 

Ein Grundkurs f├╝r Alle, bei denen  der Bogen nicht nach 3 mal Schie├čen auf dem Dachboden verschwinden soll

und hier bekommen Sie die n├Âtigen B├Âgen:

h├Ąufige Fragen

 

wie ist die Rechtslage beim Bogenschie├čen in Bezug auf das Waffenrecht. Wo kann man Bogenschie├čen, was ist zu beachten?
Das neue Waffengesetz gibt eindeutig an, dass B├Âgen keine Waffen sind, und deshalb aus dem Waffengesetz herausfallen. Anders gesagt: B├Âgen sind in Deutschland reine Sportger├Ąte, wie Tennisschl├Ąger, Golfschl├Ąger, Fu├čb├Ąlle usw.

Schie├čen k├Ânnen Sie ├╝berall, wo es die Grundst├╝ckseigent├╝mer und die Grundst├╝cksp├Ąchter nicht verbieten (vergessen Sie dabei nicht, die J├Ąger mit ihrem gepachteten Jagdrecht auf einem Grundst├╝ck zu fragen). Viele schie├čen z.B. in ihrem eigenen Garten, oder der Landwirt hat ihnen erlaubt, auf der leeren Wiese zu schie├čen.

Zu beachten ist, dass niemand verletzt oder behindert wird. Es gilt der gesunde Menschenverstand (siehe Rubrik -vor dem ersten Schuss-)

 Da der Winter naht, w├╝rde ich gern wissen, wie gut der Bogen (Ragim/Black Flash) niedrige Temperaturen vertr├Ągt,denn ich habe nur die M├Âglichkeit im Freien zu Schie├čen.Ab welchen Au├čentemperaturen sollte der Bogen drau├čen nicht mehr verwendet werden?
Im Grunde ist es kein Problem mit dem Bogen im Winter zu schie├čen. Einzige Vorrausetzung ist, dass sie den Bogen nicht in den Schnee oder Matsch legen. Wenn Sie fertig geschossen haben den Bogen einfach kurz abreiben und in eine Tasche oder ├Ąhnliches legen und alles ist gut.

Bitte um Auskunft bzw. detailierte Beschreibung.
Was ist eine Zielscheibe aus Karphos?
Karphos ist gek├Ąmmtes, gepresstes Stroh in Streifen, die mit Pappe kaschiert sind. Es ist urspr├╝nglich f├╝r den Hausbau gedacht gewesen, Es hat sich seinerzeit aber auch im Bogensport durchgesetzt, da man darauch gute Zielscheiben bauen konnte.

Qualit├Ąts-Turnier-Zielscheiben bestehen aus ausgesuchtem Karphos-├Ąhnlichem Material (ohne st├Ârende Papp-Kaschierung), dass auch nur zu einem bestimmten Grad gepresst ist, damit man die Pfeile wieder herausbekommt.
Das Stroh liegt l├Ąngs  zur Schussrichtung. Die Pfeile k├Ânnen sich dann zwischen das Stroh quetschen, ohne es gro├čartig zu besch├Ądigen. Dadurch wird die hohe Lebensdauer dieser Scheiben erreicht.

Hallo! Wie  tauscht man die Karphos Streifen aus ?
auf alle F├Ąlle nicht ALLEINE ;-)
Legen Sie die Zielscheibe auf eine ebene Fl├Ąche, und l├Âsen Sie die Schrauben des Umreifungsbandes der Zielscheibe (vorsichtshalber ein Ratschen-(Zurr-)band um die Zielscheibe legen, da sie unter Spannung steht).
Anschlie├čend l├Âsen Sie das Ratschenband, entnehmen vorsichtig den schadhaften Streifen, und setzen den neuen Streifen ein. Falls die L├Ąnge nicht passt ÔÇô zuschneiden.
Zum Schluss legen Sie das Umreifungsband wieder um die Zielscheibe, ziehen es mit dem Ratschenband soweit zusammen, dass die Schraubl├Âcher wieder ├╝bereinander liegen,  und schrauben das Ganze wieder zusammen ÔÇô fertig.

Was ist der Unterschied zwischen Recurve und Compound?
Schauen Sie sich die Armbr├╝ste oder B├Âgen mal genau an:
Recurvearmbr├╝ste und Recurveb├Âgen sind aufgebaut, wie Sie es wohl erwarten - ein geschwungener Bogen, an dem die Sehne direkt befestigt ist. Das Zuggewicht wirkt nur im hinteren Teil komplett auf die Pfeile

Compoundarmbr├╝ste und Compoundb├Âgen haben ein Flaschenzugsystem mit Exzenterrollen, die im vorderen Bereich schwer zu ziehen sind, und anschlie├čend durch den Exzenter relativ leicht. Dadurch steht beim Compound-System die Kraft im vorderen Bereich zur Verf├╝gung - der Pfeil bekommt die vollen lbs. also erst zu sp├╝ren, wenn er schon in Bewegung ist. Dadurch hat man eine weitaus gr├Â├čere Pfeilbeschleunigung als bei gleich starken Recurvemodellen.

Zudem ist gerade bei Comoundb├Âgen ein Vorteil entscheidend: im ausgezogenen Zustand halten sie nur noch durchschnittlich 1/3 des Zuggewichtes fest - also bei einem 60 lbs.-Bogen nur noch ca. 20 lbs. Dadurch k├Ânnen Sie auch einen starken Bogen ruhig halten.

Sollte man erst mit einem Recurvebogen anfangen, und sp├Ąter erst auf Compound umsteigen?
Es wird empfohlen, erst mit einem Recurvebogen anzufangen.
Diese Meinung teile ich aber nicht unbedingt: Wer Motorrad fahren will, muss auch nicht erst einen Autof├╝hrerschein machen.

Die Empfehlung kommt daher, dass es Compoundb├Âgen erst seit knapp 40 Jahren gibt, und der Boom erst in den letzten Jahren gekommen ist. Es steckt also auch viel ÔÇ×Das haben wir immer so gemachtÔÇť hinter solchen Empfehlungen.

Der wirkliche Unterschied:
beim Recurvebogen muss der Sch├╝tze ein hohes Zuggewicht ruhig halten. Aufgrund des trotzdem relativ geringen Zuggewichtes gegen├╝ber einem Compoundbogen, sind die Schussentfernungen geringer.

Beim Compoundbogen ziehe ich zwar evtl. 60 lbs., halte im gezogenen Zustand aber nur noch ungef├Ąhr ein Drittel (bei einem Let-Off von 65%), also nur noch rund 20 lbs.
Deshalb kann ich ihn ruhig halten, und habe trotzdem 60 lbs. ÔÇ×DampfÔÇť. Das reicht auch f├╝r gr├Â├čere Entfernungen.

 Ich pers├Ânlich schie├če ├╝brigens lieber Recurve, da mir die Spannung, die ich im K├Ârper aufbauen und halten muss, beim Compoundbogen zu gering ist ;-)


Ich m├Âchte mir gerne einen Recurve-Bogen kaufen, um selbst mit dem Schie├čen anzufangen. Da ich am liebsten traditionell ├╝ber das shelf schie├čen m├Âchte, w├╝rde ich gerne wissen, ob das mit den "typischen" Anf├Ąngerb├Âgen wie Silver Cup (Ragim Victory?) oder Wave m├Âglich ist? Ist der GreenTiger Deluxe nicht eigentlich zu klein?
Shelfschie├čen bedeutet eigentlich das Schie├čen ├╝ber den Handr├╝cken. Daf├╝r sind Langb├Âgen, wie Reiterb├Âgen, der Lanura oder noch Besser der Lanura OES (Old English Style) geeignet.
Ebenfalls als Shelfschie├čen wird jedoch oft das Schie├čen aus dem Bogenfenster ohne Pfeilauflage bezeichnet. Daf├╝r k├Ânnen Sie eigentlich jeden Langbogen mit Bogenfenster (wie z.B.
Old Shooter), oder Recurvebogen nehmen.
In dem Fall lohnt es sich, ein Filz- oder Lederst├╝ck als Auflage in das Bogenfenster zu kleben ÔÇô das schont die Pfeile und auch den Bogen.

Zum GreenTiger Deluxe:
Es ist ein Jagdbogen, und deshalb ist er so klein gehalten. Jedoch sind die Wurfarme bei einem 62-Zoll-GreenTiger Deluxe (der Bogen hat sogar wegen des noch kleineren Mittelteils gegen├╝ber dem GreenTiger nur 60 Zoll) genau so lang, wie bei einem ausgewachsenen FITA-Bogen mit 68 Zoll L├Ąnge. Wenn Sie FITA-Schie├čen machen m├Âchten, w├╝rde ich Ihnen diesen Bogen mit gemischten Gef├╝hlen verkaufen ÔÇô geht aber auch noch (kurze B├Âgen liegen nicht so ruhig in der Hand). Zum Instinktivschie├čen mit diesem Bogen habe ich allerdings keine Bedenken.

Der Unterschied:
Beim FITA-Schie├čen zielen Sie lange und ruhig ├╝ber ein Visier. Irritationen, wie sie z.B. durch einen zu starken Sehnenwinkel verursacht werden (die Finger werden ein wenig eingequetscht, und geben deshalb beim L├Âsen einen st├Ârenden Impuls auf die Sehne ab), sollten minimiert werden.
Beim Instinktivschie├čen (Intuitivschie├čen) halten Sie den Bogen nur sehr kurze Zeit in voll gespanntem Zustand. Das Ziel peilen Sie an, bevor Sie den Bogen ausziehen. Die Irritationen fallen einfach nicht ins Gewicht.

Da Sie beim Instinktivschie├čen den Bogen nicht sehr lange voll ausgezogen halten, k├Ânnen Sie einen st├Ąrkeren Bogen verwenden, als beim FITA-Recurveschie├čen. In der Regel sind 10-15 lbs. mehr machbar.

Wie schwer m├╝ssen Pfeile mindestens sein?
Pfeile sollten ein Mindestgewicht haben, damit der Bogen nicht leidet. Ein zu leichter Pfeil hat einen ├Ąhnlichen Effekt, wie ein Leerschuss.
Das wurde erstmals zum Problem, als Carbonpfeile auf den Markt kamen.

Die Bogenhersteller haben schon vor Jahren lange get├╝ftelt, und sind auf folgendes Ergebnis gekommen:
Mindest-Pfeilgewicht = ca. 5-6 grain/llbs. Zuggewicht.

Ein 60-lbs.-Bogen sollte also keine leichteren Pfeile schie├čen, als 300 grain (19,5 Gramm).
Sollte der Pfeil leichter sein, besorgt man sich einfach eine schwerere Spitze.

Ich habe im Internet gelesen, dass es B├Âgen gibt, die ├╝ber 1000 Leersch├╝sse aushalten. Wo bekomme ich die?
Eigentlich NIRGENDS...
Diese Aussage d├╝rfen Sie getrost unter ÔÇť├ťbersetzungsfehlerÔÇŁ verbuchen. Sie hat sich n├Ąmlich gebildet, als Carbonpfeile aufkamen, und die den Bogen belastet haben, wie ein Leerschuss (siehe oben). Irgendwie ist dann aus ÔÇťSchie├čen mit leichten CarbonpfeilenÔÇŁ ein ÔÇťSchie├čen ohne PfeileÔÇŁ geworden.
Tatsache ist, dass es satt und reichlich B├Âgen gibt, bei denen nach einem oder wenigen Leersch├╝ssen der Sch├╝tze vor den Tr├╝mmern seiner eigenen Dummheit stand.
Also: Egal, was man Ihnen erz├Ąhlt. Sie sollten Leersch├╝sse NIE ausprobieren.
Sollten Sie es doch vorhaben: den n├Ąchsten Bogen k├Ânnen Sie anschlie├čend gerne bei mir kaufen :-)

Ist die Recurvebogentabelle auch f├╝r Langb├Âgen anwendbar?
Langb├Âgen werden gerne ca. 2 Zoll l├Ąnger genommen als Recurveb├Âgen. Da ihnen der Recurve zum speichern der Energie fehlt.

Wie ist es mit der L├Ąnge bei Compoundb├Âgen?
Bei Compundb├Âgen sind 31-37 Zoll die normale Gr├Â├čen. Turniersch├╝tzen schie├čen lieber mit den gr├Â├čeren, da sie stabiler in der Hand liegen. J├Ąger benutzen lieber die kleineren, weil die nicht so sperrig sind.

Hallo!
Wo liegt im Wesentlichen der technische Unterschied zwischen einem Jagd und  einem sogenannten Target Compoundbogen?
2) welche Eigenschaften m├╝sste ein CP  Bogen haben, wenn man kein Release , sondern "wie gewohnt" ein Fingertab oder einen Handschuh benutzen m├Âchte?
Jagdb├Âgen sind eine  eigene Bogengruppe. Sie haben ein relativ hohes Zuggewicht, um auf zu sch├Ątzenden Distanzen trotzdem das Ziel treffen zu k├Ânnen. Man kann schlie├člich  nicht vorher die Entfernung zum Jagdwild ausmessen, anschlie├čend den Bogen auf  diesen Entfernung einschie├čen, um dann das Tier schie├čen zu k├Ânnen.
Gleichzeitig sind diese  B├Âgen relativ klein, damit man besser durch das Unterholz kommt. Es gibt sowohl Jagd-Recurve- als auch Jagd-Compoundb├Âgen.

Bei Einem  Target-Compoundbogen w├Ąhlt man in der Regel einen gr├Â├čeren Bogen, da er ruhiger in der Hand liegt. Target-Compoundb├Âgen d├╝rfen in Turnieren nur mit maximal 60  lbs. geschossen werden.

Das Umstellen von  Release auf Tab ist relativ einfach: Sie ben├Âtigen eine Recurve-Pfeilauflage und  die Pfeilnock muss um 90 Grad verdreht sein (Leitfeder nach au├čen, statt nach  oben oder unten.

Hallo!
Wie fest soll die Pfeilnocke in der Sehne sitzen? Wenn das zu fest sitzt geht doch bestimmt viel Schu├čenergie verloren, oder?
Halten Sie den Bogen so, dass der aufgenockte Pfeil nach unten zeigt.
Schlagen Sie jetzt mit der Hand auf die Sehne - der Pfeil sollte jetzt herunterfallen.
Sollte er h├Ąngen bleiben, sitzt die Nocke zu stramm. Sie k├Ânnen sie vorsichtig auseinander biegen (z.B. mit dem R├╝cken eines Messers).
Sollte er schon vorher herausfallen, ist die Nocke zu locker. Sie sollten sie vorsichtig zwischen Damuen und Zeigefinger zusammendr├╝cken.
Erw├Ąrmen Sie die Nocken m├Âglichst vor dem Biegen ein wenig (z.B. mit dem F├Ân oder unter hei├čem Wasser)

Sie schreiben in Ihrem ÔÇ×BuchÔÇť Bogenschiessen f├╝r Einsteiger, dass man einen Trockenschuss NIE machen solle,
um das Material zu schonen. Woher weis aber der Bogen, dass kein Pfeil auf der Sehne sass ?
Ganz einfach: die Energie wird auf den Pfeil ├╝bertragen, die Sehne gleichm├Ą├čig beschleunigt. Das Gleiche gilt f├╝r die Wurfarme. Liegt kein Pfeil auf dem Bogen, schnellt die Sehne locker nach vorne, um anschlie├čend die Bewegung der Wurfarme abrupt zu beenden. Dadurch entstehen extreme Schwingungen in den Wurfarmen, die zu Rissen f├╝hren k├Ânnen.
Folge: die Wurfarme verlieren nach und nach ihre Spannkraft, oder sie brechen.

Weiters h├Ątte ich noch eine Frage zur Spineweite. Die Spineweite ist ja die Steifigkeit.
Wenn ich also einen RecurveBogen mit 28lbs habe und eine Pfeill├Ąnge von 28" dann entnehme ich eine Spineweite von 780 laut Ihrer Tabelle.
Wenn ich aber mehr lbs beim Bogen habe brauche ich eine geringere Spineweite was ja weniger Steifigkeit bedeutet. Sehe ich das richtig, oder liege ich da falsch? Ich meine, warum braucht man weniger Steifigkeit, bei mehr Bogenst├Ąrke?! 
Falsch gedacht.
Bei Aluminiumpfeilen steigen die Zahlen mit der Steifigkeit, da die ersten beiden Zahlen den Schaftdurchmesser in 64tel Zoll angeben, und die letzten beiden Ziffern wie Wandungsst├Ąrke in 1000stel Zoll.
Bei Carbonpfeilen sinken die Zahlen mit steigender Steifigkeit, da es sich hierbei um den Durchbiegungsgrad handelt (Durchbiegung in 1000stel Zoll auf einer L├Ąnge von 28 Zoll).Je weicher der Pfeil, desto weiter biegt er sich durch, und desto h├Âher der Wert.

Was sind Laminatb├Âgen?
Ein Laminatbogen besteht aus zwei verschiedenen Werkstoffen, deren Vorteile sich erg├Ąnzen. Moderne Laminatb├Âgen bestehen in der Regel aus Holz mit einer (meist durchsichtigen) Fiberglasauflage.
Reine Holzb├Âgen haben ein sehr weiches Schussverhalten. Allerdings k├Ânnen die Wurfarme ausleiern, und bei unsachgem├Ą├čer Handhabung (z.B. nach dem Aufspannen sofort schie├čen) auch brechen.
Reine Fiberglasb├Âgen sind ziemlich unkaputtbar (mit Gewalt und Leerschuss geht aber auch das). Allerdings haben sie die unangenehme Eigenschaft beim Schuss stark zu schwingen (Handschock).
Laminatb├Âgen haben einen relativ geringen Handschock, und sind trotzdem bedeutend bedienungsfreundlicher. Ihnen macht es nichts aus, auch mal ein paar Tage aufgespannt zu bleiben, und sie sind sofort einsetzbar.

Es gibt auch andere Laminatzusammenstellungen, wie z.B. Holz/Carbon (gerne genommen bei Turnier-Recurveb├Âgen), oder auch Holz/Bambus (sch├Âne Alternative, jedoch eigentlich nicht k├Ąuflich. Sie werden von den Sch├╝tzen ├╝blicherweise f├╝r den Eigenbedarf selber hergestellt)

Hallo,
ich habe eine Frage zur R├╝ckenspannung beim Recurveschie├čen:
Ist der gesamte R├╝cken damit gemeint oder nur der "Zugarm-R├╝cken"?

Meine Trefferlage liegt nach meistens recht guten Sch├╝ssen dann auf einmal zu weit links,wandern immer weiter nach links...das kann ich mir einfach nicht erkl├Ąren.Und wie komme ich, wenn n├Âtig auch in die linke R├╝ckenspannung? Die rechte klappt gut.

Noch etwas zum besseren Verst├Ąndnis: Ich habe etwa 8 Jahre "blank" geschossen - vor 2Jahren zu Recurve gewechselt. Beim Blankbogenschie├čen haben wir nichts von R├╝ckenspannung gewu├čt.Oder dauert die Umstellung einfach so lange??

Ich habe heute im Training von ihren erfolgreichen Lehrmethoden erfahren, deshalb meine Fragen.
Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe

mfg
Monika G.

Hallo, 
die Frage ist ziemlich interessant, und zeigt ein altes Problem der Trainer: "Wie sage ich es meinem Kinde" ;-)
Am Einfachsten geht das, wenn man erst einmal die Unterschiede der beiden Disziplinen ansieht.

Beim Blankbogenschie├čen, egal ob instinktiv (nach Gef├╝hl) oder intuitiv (├╝ber den Pfeil gepeilt), hat man ein gutes Ergebnis, wenn man bei einer Entfernung von 18 Metern ein Ziel in der Gr├Â├če eines Suppentellers trifft (vielleicht ein Bisschen kleiner).
Das schafft man durch ├ťben, ├ťben, ├ťben - frei nach dem Motto: Dirk Nowitzki hat an seinem Basketball auch kein Visier, Bastian Schweinsteiger an seinem Fu├čball auch nicht und Bernhard Langer an seinem Golfball schon gar nicht. Treffen tun sie trotzdem.

Beim FITA-Schie├čen mit Visier sieht das anders aus. Da hat man ein gutes Ergebnis, wenn die Pfeile auf 18 Meter Entfernung auf die Fl├Ąche eines 2-Euro-St├╝cks passen (etwas mehr). Die 10 hat da n├Ąmlich nur einen Durchmesser von 4 cm.

Das Ergebnis erreiche ich nicht alleine dadurch, dass ich durch das Visier leichter zielen kann.

Genau so wichtig ist, dass ich immer die gleichen Pfeilgeschwindigkeiten habe wegen der ballistischen Flugbahn der Pfeile. Ein geringf├╝gig langsamerer Pfeil trifft tiefer im Ziel ein, als ein Schnellerer (Folge unterschiedlicher Auszugsl├Ąnge).

Genau so wichtig ist, dass ich immer gleich l├Âse, damit der Pfeil sich beim Beschleunigen immer gleich durchbiegt (Spine), und dadurch immer gleich viel Energie schluckt.

Genau so wichtig ist, dass ich den Bogen immer gleich halte, damit er w├Ąhrend des Beschleunigungsvorgangs immer die gleichen Auswirkungen auf den Pfeil hat.

Und wie bekommt man das Ganze jetzt zusammen?
Genau da kommen wir jetzt zur Haltung des Sch├╝tzen und zur R├╝ckenspannung.

Die Haltung das Sch├╝tzen sollte so sein, dass sie reproduzierbar ist: immer gleicher Auszug, immer gleicher Bogenhalt, immer gleiches L├Âseverhalten.

Fangen wir an:

Bogenhalt: das einfachste Thema.
Halten Sie den Bogen immer gleich, egal, welchen Bogenhalt Sie bevorzugen. Ich pers├Ânlich bevorzuge den Bogenhalt, wie es die Koreaner vormachen: Mittelfinger, Ringfinger und kleiner Finger sind geschlossen, der Zeigefinger geht halb um den Bogen herum und ber├╝hrt fast den Daumen. Der Druckpunkt des Bogens liegt am Daumenballen.

Noch einmal zum Verst├Ąndnis: B├Âgen werden nicht gegriffen, sondern nur nach vorne gedr├╝ckt. Ein Greifen kann w├Ąhrend des Beschleunigungsvorgangs ein Verziehen des Bogens zur Folge haben, und das will man ja nicht. Der Bogen wird durch eine Bogenschlinge oder eine Fingerschlinge daran gehindert, nach dem Schuss in den Dreck zu fallen.

Immer gleicher Auszug: das ist die Sache mit der R├╝ckenspannung.

Je weiter ich einen Recurvebogen ausziehe, desto mehr lbs. habe ich als Zuggewicht, und desto l├Ąnger ist der Beschleunigungsweg. Selbst Auszugsunterschiede von wenigen Millimetern k├Ânnen sich auf der Scheibe in Zentimeter verwandeln.
Einfachste L├Âsung: ein Klicker. Wenn ich einen Klicker verwende, habe ich immer die gleiche Auszugsl├Ąnge. Es bleibt aber fraglich, ob ich dabei den Bogen vern├╝nftig ruhig halten kann. Das kann ich aber, wenn ich mich darauf trainiere, meinen K├Ârper mit gespanntem Bogen so zu sagen "einrasten" zu lassen, und zwar immer in der gleichen Position!
Und das geht nicht einfach so, sondern ich muss meinem K├Ârper Hilfsmittel an die Hand geben. Und das ist die R├╝ckenspannung. Ich kann meine Schulterbl├Ątter sp├╝ren, wenn ich sie zusammenf├╝hre. Es d├╝rfte mittlerweile klar sein, dass damit der ganze R├╝cken gemeint ist. Es n├╝tzt n├Ąmlich nichts, wenn die eine Seite angespannt ist, und die andere lose herumeiert.

Damit habe ich tats├Ąchlich die erste Frage beantwortet :-)

Jetzt zum Umsetzen des Ganzen. Das ist das, wo sich die Trainer immer schwer tun, wie ich es oben schon erw├Ąhnt habe.
Sie wissen jetzt, dass Sie den K├Âper mit gezogenem Bogen immer in die gleiche Position und Auszugsl├Ąnge bekommen m├╝ssen.
Versuchen Sie daf├╝r, folgendes zu sp├╝ren:

Sie sollen das Gef├╝hl haben, dass die Schulterbl├Ątter sich ber├╝hren. Das ist nicht schwer.
Halten Sie die Schulter unten! Das ist schon schwerer, wenn keiner einem erkl├Ąren kann, wie das geht.
Ein kleiner Tipp: schieben Sie den Bogen im gezogenen Zustand von sich weg nach Vorne, so weit, wie geht.
Dadurch passiert jetzt folgendes (bitte m├Âglichst vor einem Spiegel ausprobieren). Der schiefe R├╝cken zieht sich gerade, die Schulter wandert nach unten, die Auszugsl├Ąnge ist immer gleich.

Das Endergebnis ist reproduzierbar, und ohne Wackeln l├Ąngere Zeit zu halten (was beim FITA-Schie├čen wichtig ist, um genug Zeit zum Zielen zu haben, mindestens 10 -15 Sekunden ohne Wackeln und Zucken)

 Ja, ja, Bogenschie├čen ist schwer. W├Ąre es einfach, hie├če es Fu├čball ;-)

 Jetzt zur Problematik des L├Âsens: sehr wahrscheinlich die Ursache f├╝r das Wandern der Pfeile.
Dazu eine kleine Anekdote aus meinen Anfangszeiten:
Ich stand an der Schie├člinie, und brachte ein f├╝r mich einigerma├čen passables Ergebnis zu Stande - bis mir der Trainer sagte "du l├Âst falsch". Er erkl├Ąrte mir, dass ich die Hand st├Ąrker nach hinten ziehen muss, und um die Sehne herum.
Ich habe es versucht, und - Sie ahnen es schon - nichts mehr getroffen.
Bis nach einer guten Stunde Trainerwechsel war, und der neue Trainer mir sagte "rei├č die Hand doch nicht so weit nach hinten".
Also habe ich wieder gel├Âst, wie zu Anfang, und habe wieder getroffen. So kann es gehen.

Was lernen wir daraus?
1. Wenn man zwei Trainer hat, hat man schell drei Meinungen.
2. Es f├╝hrt kein Weg darum herum, seinen eigenen Weg zu finden. Daf├╝r muss man aber auch mehrere Wege ausprobieren, und den f├╝r sich g├╝nstigsten heraussuchen.

Jetzt wieder zum L├Âsen:
L├Âsen Sie m├Âglichst so: die Zughand bewegt sich w├Ąhrend sie ├Âffnet um die Sehne herum, um sie m├Âglichst an Ort und Stelle zu lassen. Wichtig: das muss immer gleich, also reproduzierbar sein.

Probieren Sie es aus.

Ansonsten k├Ânnen sie nat├╝rlich auch einfach die Sehne entlassen, indem Sie die Finger strecken, und sonst nichts weiter.
Nachteil: die Sehne wird st├Ąrker zu Seite gedr├╝ckt, da sie ├╝ber die Fingerkuppen stark abgelenkt wird, und dadurch wird der Pfeil st├Ąrker durchgebogen. Daf├╝r ben├Âtigen Sie evtl. Pfeile mit einem anderen Spinewert, und das wieder aufzufangen, und diese Technik hat ihre Grenzen, da die Sehne leider nicht immer gleich ├╝ber die Finger gleitet.

Und so ├╝bt man das L├Âsen (egal, ob der Spinewert optimal passt, oder nicht):

- Scheibenentfernung: ca. 5 Meter!
- Scheibenauflage: keine!
- Stellen Sie das Visier so ein, dass das Visier ein wenig zu hoch steht.
- Schie├čen Sie den ersten Pfeil auf die Scheibe.
- Zielen sie bei den n├Ąchsten Sch├╝ssen immer auf die Nocke des vorhergegangenen Pfeils. Dadurch d├╝rften dann alle Pfeile auf der Scheibe untereinander stecken.

Sie sollen schlie├člich das L├Âsen ├╝ben, und nicht das Treffen. Dadurch, dass sie das voneinander trennen, haben Sie einen weitaus h├Âheren Trainingseffekt.

Die Pfeile werden ├╝brigens alle schief in der Scheibe stecken, und das sollen sie auch. Ihr Ziel sollte es sein, dass alle Pfeile gleich schief in der Scheibe stecken. Steckt einer anders, war das ein L├Âsefehler.

Machen Sie diese ├ťbung m├Âglichst zu Anfang des Trainings ungef├Ąhr eine halbe Sunde lang.

Konzentrieren Sie sich einfach nur auf Ihre K├Ârperhaltung und ihr L├Âseverhalten. Das Zielen auf den vorangegangenen Pfeil dient lediglich dazu, den Kopf vern├╝nftig zu halten.

Nutzen Sie die Zeit ebenfalls, um sich mental zu trainieren:
- Schlie├čen Sie die Augen, und horchen Sie in Ihren K├Ârper hinein. F├╝hlen Sie der K├Ârperspannung nach.
- Halten Sie den Bogen m├Âglichst lange ruhig.
- Wenn Sie es sich zutrauen, k├Ânnen Sie auch mit geschlossenen Augen schie├čen. Glauben Sie mir: eine sehr interessante Erfahrung.

Anschlie├čend gehen Sie mit den gesammelten Gef├╝hlen an die Schie├člinie, und schie├čen Sie Ihre Passen.

Ich w├╝nsche Ihnen daf├╝r "Alle ins Gold"

Ihr Norbert Kostka

 

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